Stand: 28.12.2022 09:26 Uhr

Niedersachsen will seine Kapazitäten für die Aufnahme von geflüchteten Menschen vergrößern. Wie Innenminister Boris Pistorius sagte, sollen 5.000 neue Plätze in der Landesaufnahmebehörde entstehen.

Dem SPD-Politiker zufolge habe das Land die bisherigen Möglichkeiten innerhalb von neun Monaten auf 15.000 Plätze verdreifacht. Mit den zusätzlichen Plätzen, die im ersten Halbjahr 2023 geschaffen werden sollen, “bekommen die Kommunen einen entsprechenden Zeitpuffer, bevor sie diese Menschen nach der Erstaufnahme bei sich aufnehmen müssen”, sagte Pistorius der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Olga und Katya sitzen an einem Küchentisch © Screenshot

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Immobilienmarkt laut Pistorius schwieriger als 2015

Dem Innenminister zufolge sei der Immobilienmarkt deutlich schwieriger als in den Jahren 20125 und 2016, als viele Menschen nach Deutschland flüchteten. Es sei annähernd unmöglich, passende Immobilien zu finden, sagte Pistorius. “Wir stellen uns auch langfristig auf mehr Schutzsuchende ein. Angesichts der Lage in der Welt sind heute so viele Menschen auf der Flucht wie nie zuvor – und das wird nicht abreißen”, so Pistorius.

Wege in den Arbeitsmarkt und Schulen erleichtern

Bis Mitte Dezember seien beispielsweise rund 110.000 Menschen aus der von Russland angegriffenen Ukraine in Niedersachsen registriert. Das Innenministerium geht von einem Dunkelfeld aus, weil diese Menschen sich mehrere Monate visafrei in Deutschland aufhalten dürfen. Man müsse alles dafür tun, geflüchteten Menschen schnelle Perspektiven aufzuzeigen und die Wege in den Arbeitsmarkt oder Schulen zu erleichtern, sagte Niedersachsens Innenminister weiter.

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28.12.2022 | 12:00 Uhr

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