Die China-Expertin des Thinktanks Merics, Antonia Hmaidi, hält den Einsatz von chinesischer Technologie zur Drohnenabwehr deshalb grundsätzlich für bedenklich: „Chinesische Komponenten im 5G-Netz stellen ein Sicherheitsproblem dar“, so die Expertin. „Je mehr Aufgaben digitale Netzwerke übernehmen, desto mehr Risiken der Manipulation, Datenexfiltration und im schlimmsten Fall auch Sabotage ergeben sich.“ So könnten die Daten öffentlicher Netze verwendet werden, um Drohnen aufzuspüren und auf sie zu reagieren. Auch könnten „chinesische Staatsplaner“ möglicherweise herausfinden, welche weißen Flecken in einem Abwehrsystem existieren und wie Deutschland Entscheidungen zu Drohnenabschüssen trifft: „Meiner Ansicht nach sind das Daten, von denen Deutschland nicht möchte, dass ein Systemwettbewerber sie hat – und insbesondere nicht jener Systemwettbewerber, der die meisten der aktuell eingesetzten Drohnen produziert.“
